Typische wIRA-Strahler emittieren keine Ultraviolett-Strahlung (UV) und nahezu keine Infrarot-B- und Infrarot-C-Strahlung, und der Anteil der Infrarot-A-Strahlung ist im Verhältnis zum Anteil des sichtbaren Lichts (380-780 nm) betont.
Wundheilung und Infektionsabwehr hängen entscheidend von einer ausreichenden Versorgung mit Energie und Sauerstoff ab. Das Zentrum von chronischen Wunden hat oft einen ausgeprägten Sauerstoffmangel und relativ niedrige Temperaturen. Dies entspricht einer mangelhaften Energiebereitstellung im Gewebe, die die Wundheilung behindert oder unmöglich macht. wIRA erzeugt ein therapeutisch nutzbares Wärmefeld im Gewebe und steigert Temperatur, Sauerstoffteildruck und Durchblutung im Gewebe, drei entscheidende Faktoren für eine ausreichende Versorgung des Gewebes mit Energie und Sauerstoff.
Die Verbesserung sowohl der Energiebereitstellung pro Zeit (Steigerung der Stoffwechselleistung) als auch der Sauerstoffversorgung stellt eine Erklärung für die klinisch gute Wirkung von wIRA auf Wunden und Wundinfektionen dar. Zusätzlich hat wIRA nicht-thermische und ohne relevante Temperaturänderung auftretende Effekte, die darauf beruhen, direkte Reize auf Zellen und zelluläre Strukturen zu setzen.
In verschiedenen Wund-Studien zeigte sich unter Therapie mit wIRA u.a. eine ausgeprägte Minderung der Schmerzen und des Schmerzmittelverbrauchs und eine verbesserte Wundheilung mit tendenziell weniger Wundinfektionen und kürzerem Krankenhausaufenthalt nach Bauch-Operationen (Studie der Universität Heidelberg) und eine beschleunigte Wundheilung bei schwerbrandverletzten Kindern (Studie des Kinderkrankenhauses Kassel). Bei chronischen zuvor nicht-heilenden Unterschenkelgeschwüren wurden Abheilungen erreicht (Studien in Basel und der Universität Freiburg sowie der Universität Tromsø/Norwegen mit dem Krankenhaus in Hillerod/Dänemark).
Zuvor in der Wärmebilduntersuchung (Thermographie) erkennbare deutliche Temperaturunterschiede zwischen Geschwürsgrund und Geschwürsrand glichen sich mit der Abheilung aus. wIRA kann auch zur Therapie von Flüssigkeitsansammlungen in Wunden (Wundseromen) und zur Prävention und Therapie von Wundliegegeschwüren (Dekubitus) eingesetzt werden.
wIRA ist ein kontaktfreies, verbrauchsmaterialfreies, leicht anzuwendendes, als angenehm empfundenes Verfahren mit guter Tiefenwirkung. Die Bestrahlung der typischerweise unbedeckten Wunde erfolgt mit einem wIRA-Strahler.
Indikationen: chronisch degenerative-rheumatische Erkrankungen (s. Rheumatologie) chronische Schmerzzustände im Stütz- und Bewegungsapparat chronische Neuritiden, Neuralgien Arthrosen (chronische Polyarthritis) Athrose großer Gelenke (Omarthrose, Gonathrose, Coxathrose) chronische Gelenkbeschwerden (z.B.Arthritis urica) HWS (Cervicalsyndrom), BWS (Intercostalneuralgien), LWS (Lumbalsyndrom) Keloidbildungen an Narben Nasen-Nebenhöhlen-Affektionen periphere Durchblutungsstörungen Depressionen (z.B. SAD), Burn-out-Syndrom Ulcus cruris venosum Schmerztherapie Verspannungen der Schulter-Nacken-Muskulatur, Nackenmyalgie, Schultersteife Muskelverspannungen im Thorakalbereich langer Rückenstrecker, Schulter-Nacken-Muskulatur, Schultersteife, Torticollis Schulter-Nacken-Syndrom, HWS (Cervicalsyndrom, BWS (Intercostalneuralgie, LWS (Lumbalsyndrom) Bandscheibenerkrankungen, Lumbalgie Subluxationen, Distorsionen (nicht akut) Bänderzerrungen, Tennis-Ellenbogen Iliosakral-Syndrom (Blockierung der Invertebralgelenke und des Iliosakralgelenks) Ansatztendopathien, Tennis-Ellenbogen Lumbalgie, Lumbo-Ischialgie chronische rheumatische Entzündungen (Arthritis, Weichteilrheumatismus) Torticollis (muskulärer Schiefhals) muskuläre Cephalgien Schulter-Arm-Syndrom progressive systemische Sklerodermie Sclerodermia circumscripta Tiefenwärme im Bauchraum für Magen-Darm-Patienten spastische Zustände im Beckenboden chronisch-rezidivierende Nasennebenhölenentzündungen chronische Sinusitis maxillaris Tubenmittelohrkatarrh.